Lollipops - Jugend aktiv e.V.

Home
Über uns
Mitglieder
Spender
Highlights
Jugendtreff
Termine
Benefiz-Dinner
Satzung
Links
Kontakt
Impressum
Discobus
Gast-Seite
Ferienspass
10 Jahre Lollipops
Ferienspass2
Kultur in der Aula
Kinder der Stille
Konfi-Freizeit
Konfi-Freizeit 2
Sommerfest 2005
Sommertheater
Historisches
LandFrauen
Freie Christen
Schule & Co
Feuerwehr & Co
Juko & Co
Kirche Oldendorf
Geburtstagsseite
Foto-Specials

Letztes

UPDATE

14.05.2010

©

Foto-Specials

Historien-
Spektakel
in Brobergen

Kinder
der Stille

Sommer-
theater

Eindrücke aus einer stillen Welt
oder
die Strassenkinder von Sicuani
...das erlebte Annika Dankers aus Oldendorf
an einer Gehörlosenschule in Sicuani.
Diese Seite stellten wir Annika für einen Spendenaufruf zur Verfügung!

Bienvenidos amigos
al Hogar de Nazareth.
Nuestros manos son la lenguaje
de nuestras almas.
Das heisst:
Herzlich willkommen im Haus Nazareth und
unsere Hände sind der Ausdruck unserer Seele

Seit Anfang April 2005 ist Annika wieder in Oldendorf und ihr Projekt damit beendet. Über das Ergebnis mehr am Schuss dieser Seite.

Alex gebärdet:
Hallo ihr da drüben!

Annika Dankers ist in Oldendorf aufgewachsen,
hat in Bremervörde das Gymnasium besucht und
dort ihr Abitur gemacht. Schon immer hat sie sich
für sozial Schwache und Minderbemittelte eingesetzt.
Außerdem hat sie einen Faible für
Probleme in Lateinamerika. Sie lebte ein Jahr
in Brasilien und es war für sie keine Frage:
Einen simplen Praktikumsplatz an einer Gehörlosenschule
würde sie in Lateinamerika suchen und nicht
hier 'um die Ecke'. So ist sie nach Peru gekommen,
nach Sicuani , einer kleinen Stadt im Süden der
auch Touristen bekannten Stadt Cusco.

Annika hat frierende Kinder
in 3800 m Höhe gesehen,
die im Winter in Badelatschen herumlaufen.
Sie hat dort auch Kinder erlebt,
die keine Batterien für ihre -
aus Deutschland gespendeten - Hörgeräte hatten.
Sie möchte mit dieser Seite
zu einer Spendenaktion aufrufen.
Zuvor aber dürfen wir sie mitten hinein
begleiten in die Welt ihrer gehörlosen Schützlinge...

Hier bin ich mit Alexander, Alicia, Yanet,
Holinda, Fatima und Lalo in der posada

Auf dem Spielplatz wippen
die beiden wildesten Kinder:
meine Chefin Schwester
Karin Yelena und ich....

...und jetzt
erzähle ich euch
ein wenig von
“meinen” Kindern
und den Problemen,
für die ich
Unterstützung brauchte,
um sie zu beseitigen...

Es ist sieben Uhr.
Ich schlage die Augen auf, sehe aus dem Fenster hinaus auf die Berge und vor meinem Fenster hüpfen auch schon ein paar Kinder herum. Flor gebärdet mir zu:
Schläfst du immer noch??

Ich ziehe mich schnell warm an, setze mir meine Alpacamütze auf und laufe durch die morgendliche Kälte hinüber ins Haupthaus, um zu frühstücken und die Kinder zusammenzutrommeln. Alle Ohren gewaschen?
Dann geht's ab in die Schule.

Die Kinder essen im Esssaal vom Casa Nazareth

Im Stadtteil Accota,
in einem großen gelbes Haus,
dem Casa Nazareth,
sind 27 gehörlose Kinder
zu Hause. Unser Jüngster
ist gerade 5 Jahre alt und hat es
noch ein bisschen schwer,
sich an das Leben fern von
der Mama zu gewöhnen.
Der älteste ist schon 27 und hilft
im Garten und bei den Tieren.
Denn auch bei uns will man nicht
auf die lokale Delikatesse cuy,
geröstetes Meerschweinchen, verzichten!

Unterricht in San Miguel

In Sicuani gibt es eine Schule,
das Zentrum San Miguel,
für geistig Behinderte,
Körperbehinderte und
schwer erziehbare Kinder,
die auch drei Klassen
speziell für Hörgeschädigte anbietet.

Klassenlehrer Aldo mit Carina und Isaura,
die das Lippenlesen üben

Rosmery,
Alex und Eloy
trinken ihren
"Quaker"
zum Frühstück
(in der Schule)

Das Haus wird von Franziskanernonnen geleitet und ist prinzipiell für alle Kinder mit auditiven Einschränkungen (Hörproblemen) offen, sofern sie nicht bei ihren Familien leben können. Die Kinder kommen aus entlegenen Dörfern in den Anden oder aus entfernten Städten wie Puno oder Arequipa, in denen es keine Schulen für Gehörlose gibt.

Sowohl in der Schule als auch im Casa ist die Hauptsprache die peruanische Gebärdensprache, die die Kinder hier erlernen. In den Elternhäusern wird fast nicht mit ihnen kommuniziert, weil man allgemein wenig über Gehörlosigkeit weiß und leider viele Eltern denken, ihr Kind sei dumm und würde deshalb nicht sprechen.

Die meisten Eltern wohnen so weit entfernt in den Bergen oder im Urwald dass sie nur sehr selten nach Sicuani kommen, um ihre Kinder zu besuchen. Einige kommen nur Weihnachten oder auch gar nicht. Die finanzielle Lage der Familien ist schwierig. In Peru sind die Familien gross und im Haus haben wir bis zu drei Kindern aus der gleichen Familie. Die Eltern können meist weder die 10 Soles monatlich für Hörgerätebatterien zahlen, noch für Schuhe oder Schulkleidung sorgen.So helfen die Schwestern und die Lehrer aus, wo sie können, aber in einem Haus mit 27 Kindern, die gerne viel essen und wild spielen, ab und zu krank werden und ständig Stifte und Hefte für die Schule brauchen, kommen Schuhe, Batterien und oft sogar Seife und Zahnpasta zu kurz.

Der Schulhof von San Miguel

Die meisten Kinder gehen nicht nur in San Miguel zur Schule,
sondern nehmen stundenweise am Unterricht in einer Regelschule
mit 50 Kindern pro Klasse teil. Diese Kinder brauchen die Hörgeräte noch
viel dringender, als die anderen, da ihre Lehrer die Gebärdensprache
nicht beherrschen und auch nicht die Zeit haben, sich mit den
hörgeschädigten Kindern gesondert zu beschäftigen.

Alex, Alvaro, Rody, Andre und Demy machen vor meinem Zimmer ein Lichtkino mit Scherben

Im Strassenkinderhaus Posada de Belen
Außer im Casa Nazareth arbeite ich noch in der Posada de Belen,
einem Haus für verstoßene und missbrauchte Kinder, die sonst auf der Strasse leben müssten. Das Haus existiert seit knapp 2 Jahren. Angefangen haben die Betreuer mit einem Kind und einem Raum im Gemeindehaus, aber da im letzten Jahr die Anzahl der Kinder auf 16 gestiegen ist, wird jetzt ein ganzes Haus zur Verfügung gestellt. Im Moment betreuen wir Kinder zwischen 3 Monaten und 18 Jahren. Die Babies sind mit ihren minderjährigen Müttern dort, die anderen Kinder wurden wegen Unterernährung oder Missbrauch aus ihren Familien geholt. "Posada" ist das spanische Wort für einen Ort, wo man übernachten kann und das Haus war ursprünglich als so ein Ort geplant, also  als Übergangslösung , bis ein Platz in einem anderen Projekt frei wird oder- selten- die Kinder in ihre Familien zurückkehren können, weil sich die Situation dort gebessert hat. Da dies jedoch fast nie vorkommt, hat sich das Haus langsam zu einer Dauerlösung für die meisten Kinder entwickelt. In der Posada arbeiten ausschließlich Freiwillige, die zusätzlich zu ihrem Job schichtweise mit den Kindern arbeiten.

Jedes Kind ist sehr speziell durch
seine Geschichte geprägt und braucht mehr Aufmerksamkeit, als andere Kinder. Demetrio und Apolinar, 6 und 5 Jahre alt, kamen unterernährt in die Posada, sie sind noch so klein wie Dreijährige. Pilar, 14 Jahre, ist vor 7 Jahren von ihrem Stiefvater vertrieben worden und hat jetzt zum ersten Mal ihre Mutter wiedergetroffen. Efraim, 6 Jahre alt, hat mit ansehen müssen, wie seine Mutter gestorben ist. Sie hat keine anderen Verwandten, die sich um ihn kümmern möchten. Trotz ihrer traurigen Geschichten sind die Kinder und Jugendlichen fröhlich und aufgeschlossen und tanzen am liebsten den ganzen Tag zu brasilianischer Funkmusik.
Alle Kinder stehen unter der Obhut des Priesters von Sicuani, der das Haus gegründet hat und alle Kinder als seine eigenen ansieht.

Alexander wäscht Wäsche

Das Problem an dem Schichtdienst
in der Posada ist, dass es keine kontinuierliche Bezugsperson gibt und durch den ständigen Wechsel viele Dinge unter den Tisch fallen. Die Kinder sind natürlich nicht dumm und nutzen diesen Schwachpunkt oft aus.

Alicia, Kati, Demetrio, Holinda und Fatima
machen Hausaufgaben (posada)

In Anbetracht der Tatsache,
dass in den Elternhäusern der Kinder weit chaotischere Verhältnisse herrschen, sind wir uns doch alle einig, dass unsere Arbeit sinnvoll ist und versuchen unser Bestes, den Kindern so etwas wie ein Zuhause zu bieten.

 Momentan ist hier in den Anden Trockenzeit. Es scheint den ganzen Tag die Sonne, aber es ist trotzdem sehr kalt, da Sicuani auf 3800 m Höhe liegt. Die Kinder haben weder warme Winterkleidung noch richtige feste Schuhe, sondern offene Sandalen und viele wachsen auch schon aus den Schuhen heraus, aber es können keine neuen gekauft werden. Für die kommende Regenzeit stehen also viele nasse Füße an.

Pamela, Andre und ich vor den Bergen von Huanca
(ein Pilgerort bei Cusco)

Unser Ziel war es,
die Kinder
mit zwei Hörgeräten auszustatten (im Moment hat jedes nur ein Gerät) und eine Kasse für Batterien einzurichten, damit Engpässe in den Familien sich nicht negativ auf die Entwicklung der Hörfähigkeit auswirken...
&
wir wollen etwas gegen die kalten Füsse im Winter tun. Es müssen feste und warme Schuhe gekauft werden.

Dafür bat ich um Ihre finanzielle Unterstützung!

Zu diesem Zweck wurde
ein Spendenkonto auf meinen Namen
eingerichtet.

Für Ihre Hilfe
bedanken sich
die Kinder der Stille!

Sicuani, Oktober 2004, Annika Dankers

Liebe Spender & Sponsoren!
Der Spendenaufruf mit Unterstützung der örtlichen Presse und dieser Internetseite hat eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst, von der ich nicht zu träumen gewagt hätte. Sachspenden - sprich Hörgerätebatterien - wie auch Geldspenden sind von Hörgeräte-Firmen und Privatleuten eingegangen. Es war uns möglich, auch notwendige Kleidungsstücke und Schuhe für die Kinder von dem Geld anzuschaffen und  für ein Jahr haben unsere Schützlinge ausreichend Batterien zur Verfügung.

Ich möchte auf diesem Wege Ihnen allen ganz, ganz herzlichen Dank sagen!!!
Ihre Annika Dankers

Oldendorf, im April 2005

Zum Abschluss noch ein Foto...

...vom Obstmarkt in Sicuani

Home   Über uns    Mitglieder   Spender   Highlights   Jugendtreff   Termine    Satzung   Benefiz-Dinner   Links

Impressum   Discobus   Gast-Seite   Ferienspass   10 Jahre Lollipops   Ferienspass 2   Kultur in der Aula   Kinder der Stille

 Konfi-Freizeit  Konfi-Freizeit 2   Sommerfest 2005   Sommertheater   Historisches   LandFrauen    Freie Christen

Schule & Co   Feuerwehr & Co   Juko & Co    Kirche Oldendorf   Geburtstagsseite   Foto-Specials

mail to webmaster

Texte und Bilder sind in allen Teilen urheberrechtlich geschützt

Pagedesign, copyright 2002-2010 by Hartmut Jungclaus, jugendtreff-online.de